Wednesday, 6. may 2009
3
06
/05
/Mai
/2009
09:01
In meinem gestrigen Artikel schrieb ich ja, dass ich ziemlich niedergedrückt bin zur Zeit. Das ist auch so, aber gerade in solchen Zeiten suche ich nach Lösungsansätzen um mit der Situation
klarzukommen und sie zu verändern. Dabei hilft mir mein Morgenritual. Ich ziehe jeden Morgen, als Tagesthema 2 Karten, eine aus dem
Göttinnenorakel von
Amy Marashinsky und Hrana Janto und eine aus dem
Göttinnenzyklus von Ulla Jannascheck und Cambra Skade.
Heute habe ich im Göttinnenorakel Cerridwen gezogen.
Cerridwen ist die keltische Göttin des Kessels. Zu ihr kehrt alles zurück, löst sich auf und wird transformiert wiedergeboren.
Mehr zu der Dame
hier.
Im Göttinnenzyklus habe ich dann die Mystikerin gezogen und zwar im Jungfrauenaspekt.
Früher habe ich immer nur die Deutung gelesen, doch seit einigen Tagen lese ich morgens den gesamten Text der Karte. Heute morgen war ich wie vom Donner gerührt, dass was ich las, entsprach genau
dem, was ich anstrebe zu werden. Die Verbindungen zu allem erkennen. Gleichwertigkeit der Dinge. Nach Wahrheit streben und sie an ungewöhnlichen Orten suchen. In gewisser Weise sich an den Rand der
Gesellschaft stellen, denn nur so ist ein Blick auf sie möglich. Vor allem, und das ist mir sehr wichtig, nicht ablehnen sondern annehmen. Ablehnung baut Barrieren auf. Barrieren beschränken den
Handlungsraum und trennen. Annehmen und spielerisch verändern. Das ist es!
Ich schrieb dann Tagebuch, dass mache ich immer in so einer halben Trance, und plötzlich war mir klar, dass mir das Kartenlegen für andere fehlt. Das habe ich ja früher beruflich gemacht. Auf
einmal wusste ich, dass möchte ich auch wieder tun, aber nicht mehr auf der alten Basis, ich lege und erhalte einen bestimmten Betrag als Honorar, sondern auf einer völlig anderen Basis. Wer meint
meinen Rat zu brauchen, bekommt eine Sitzung, ich verlange kein Honorar, wer etwas geben will kann es tun, wer nicht der halt nicht. Es muss auch kein Geld sein.
Ich weiß, dass jetzt einige denken, aber das ist doch völlig weltfremd. Aber für mich ist es stimmig. Wenn mich jemand bezahlt stimmt die Basis nicht bei einer Beratung. Dann mache unbewusste
Einschränkungen bei dem was ich sage und versuche den Menschen etwas zu geben, dass ihr Geld wert ist, aber nicht unbedingt was sie brauchen. Das geschieht wie gesagt unbewusst. Diese Erkenntnis
konnte erst in mir reifen, als ich bereit war das Kartenlegen ganz aufzugeben. Loslassen, Raum schaffen und geschehen lassen ist nicht der schlechteste Weg.
Schon wie ich das ins Tagebuch schrieb formten sich Begriffe in meinem Kopf: Gewerbeanmeldung, Anzeigen schalten usw. Also mein Geist bewegte sich wieder einmal auf gewohnten Wegen. Da habe ich
denn gleich einen Stop eingebaut. Ich werde keine Anzeigen schalten, sondern einfach warten was passiert. Manchmal rufen ja noch Leute an und da werde ich denn mein neues Konzept vertreten.
Eine schwere Aufgabe wird sein, dass ich nicht übel nehme wenn jemand gar nichts gibt. Das ich nicht meinen Wert weiterhin in einer Gegenleistung sehe. Denn auch wenn ich gedanklich mich bereits
lange aus diesem Wertesystem löse, so bin ich doch von Kind auf in diese Richtung konditioniert worden. Wie schwer es ist diese Altlasten zu verändern weiß ja jeder, der es ernsthaft versucht.
Auf einer Ebene ist es ein wichtiger Schritt für mich persönlich, sowohl in spiritueller Hinsicht als auch in politischer. Ich lebe endlich das was ich predige. Um es frei nach Marge Piercy zu
sagen: Meine Praxis ist so gut wie meine Theorie.
Neueste Kommentare